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Ein Forscher der ETH Zürich hat mit der Hilfe von Förstern die dickste Rottanne gefunden. Ihr Stamm-Durchmesser beträgt
1,84 Meter. Sie lebt im Calfeisental oberhalb des Walser- Kirchleins St.Martin.
Vättis Der Förster Stefan Nigg unterbrach extra seine Ferien. Er wollte sich die offizielle Kürung einer Rottanne seines Reviers zur Dicksten ihrer Art nicht entgehen lassen. Weil Fichten vor allem in Mitteleuropa vorkommen, konnte der Forscher Peter Brang relativ rasch alle verfügbaren Daten vergleichen. Er ist überzeugt, dass der gefundene Baum im Calfeisental weltweit gesehen die dickste lebende Fichte ist.
Dickste ist nicht höchste
Schon lange war bekannt, dass es im früher ganzjährig von Walsern besiedelten und heute alpwirtschaftlich genutzten Calfeisental sehr gros- se Rottannen, die verbreitetsten Schweizer Bäume, gibt. Von den örtlichen Förstern wurde Peter Brang von der Eidgenössischen Forschungs- anstalt WSL (Wald, Schnee und Landschaft; einem Institut des ETH-Bereichs) auf diese Fichten aufmerksam gemacht.
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Brang mass die in Bodennähe etwas bucklige Dickste exakt aus und kletterte sogar bis auf den Gipfel, um möglichst genaue Daten zu bekommen. Die Höhe von 33 Metern ist zwar nicht rekordverdächtig, aber der Stammdurchmes- ser von 1,84 Metern ist unerreicht. Eine durchschnittliche Rottanne im Mittelland misst nur etwa 70 Zentimeter. Das Volumen der dicksten Rottanne der Welt beträgt 22 Kubikmeter Holz. Eine durchschnittliche Fichte bringt es etwa auf 8 Kubikmeter.
Die Rekordhalterin ist ein gesunder Baum
Überraschenderweise ist die Kostbarkeit für jeden Baumfreund nach wie vor sehr vital. Sie ist freistehend und deshalb nicht besonders hoch. Eine kleine Mulde ermöglicht anscheinend eine sehr gute Versorgung mit Nährstoffen. Die bisher namenlose Fichte beherbergt ein Fuchsloch.
Ein Eintrag ins Guiness- Buch der Rekorde ist nicht geplant: Zwar ist die Calfeisentaler Rottanne nach Vergleichen mit ebenfalls sehr dicken Fichten in Slowenien, der Slowakei und Bosnien wahrscheinlich tatsächlich die Rekordhalterin. Aber es gibt Baumarten, beispielsweise Linden oder Ahorne, bei denen eher noch dickere Stämme möglich sind.
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Ein Sicherheitszaun
Besucht werden kann die Re-kordtanne an und für sich. Sie steht am Rand des Gebiets Stockboden der Alp Egg, auf 1580 Meter über Meer, ober-halb des ehemaligen Walser-dörfchens St.Martin. Von die-sem führt allerdings kein direkter markirter Wanderweg dorthin, der Baum befindet sich zudem angrenzend ans Rutschgebiet. eine touristische Nutzung, auch des dem Baum benachbarten Walserfriedhofs, ist zur Zeit noch offen.
Bisher hat die Rekordtanne wahrscheinlich bereits mehr als 400 Winter überstanden, unzähligen Stürmen getrotzt und manchen Steinschlag überwunden. Damit Tiere, die sich gerne an ihr kratzen, sie nicht verwunden, ist eine Einzäunung geplant. Der Baum ist gesund und kann durchaus noch mehrere Jahrzehnte leben und sogar weiterwachsen.
Vier Männer sind notwendig, um den Stamm zu umfassen: Der Forscher Peter Brang (links) und der Förster Stefan Nigg zeigten den Prachtsbaum dem Schweizer Fernsehen.
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