Verein Pro St.Martin:
Newsletter Oktober 2004
Neue Wasserversorgung entsteht im Sommer 2005
St. Martin erhält definitiv eine neue Versorgung für Trink-, Lösch- und
Energiewasser.
Der Besitzer des ehemaligen Walserdörfchens St. Martin hat entschieden,
nächstes
Jahr mit öffentlicher Hilfe sein Wasserbauprojekt zu realisieren. Noch offen
ist zur Zeit die Finanzhilfe durch den Lotteriefonds des Kantons St.Gallen.
800 000 Franken sind insgesamt notwendig für eine zeitgemässe bauliche
Lösung.
Bestehende Quellfassung ist unbrauchbar
Die Wasserfassung bei St. Martin ist seit dem Lawinenwinter 1999 und den
folgenden Hangrutschungen störungsanfällig. Das jetzige Provisorium würde
einer Regenperiode nicht standhalten. Für eine sichere Versorgung muss der
Standort gewechselt werden: Statt von der Alp Egg soll das Wasser neu von
der Alp Brändlisberg stammen. So muss das Rutschgebiet des Tellerbach-Tobels
nicht mehr zwangsläufig überquert werden. Durch die neue Wasserfassung kann
zudem auch die Wasserversorgung der Bad Ragazer Alp Brändlisberg verbessert
und ergänzt werden.
Mangelhaft sind neben der Versorgung mit Trinkwasser in St. Martin auch jene
mit Elektrizität und der mögliche Feuerschutz: Das bestehende
Kleinwasserkraftwerk funktioniert nur schlecht. Häufig muss ein
Dieselgenerator zur Stromproduktion betrieben werden. Ein Hydrantennetz
fehlt im Dörfchen mit den Holzgebäuden gänzlich. Ein Brand könnte
verheerende Auswirkungen haben. Besonders wertvoll und damit schützenswert
sind die beiden alten Walsergebäude, das Kirchlein von 1310 und das
Mesmerhaus von 1588.
Der Ingenieur Ruedi Gall, Berschis, hat ein umfassendes Wasserbauprojekt
erarbeitet. Eine neue Versorgung mit Trink-, Lösch- und Energiewasser soll
die drei hauptsächlichen Probleme lösen. Das neue Kleinkraftwerk wird am
Standort des alten als Schauwerk gebaut. Somit braucht es in St. Martin für
das Wasserbauprojekt kein zusätzliches Gebäude. Augenfällig neu werden
einzig die beiden Hydranten sein.
Spatenstich bei Saisonbeginn 2005
Die Bewilligungen für die Ausführung des Gesamtprojekts liegen vor, die
Arbeiten können ausgeschrieben werden. Der Besitzer und Bauherr Christian
Lampert plant, die Arbeiten im Frühling 2005 bei Saisonbeginn zu starten.
Offen ist zur Zeit nur noch die Beitragshöhe aus dem Lotteriefonds des
Kantons St. Gallens, mit einem Entscheid darf aber noch dieses Jahr
gerechnet werden. Der Spatenstich soll zusammen mit den Sponsoren im
Frühling 2005 öffentlich erfolgen.
Die aktuelle Saison in St.Martin wird voraussichtlich noch bis Ende Oktober
fortgesetzt: Ein herbstlicher Besuch im Walserdörfchen, oder auch der neu
gut zugänglichen Weltrekordtanne, ist ein Erlebnis für die ganze Familie.
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